Für die Nutzung der Chatbot-Plattform Kundenchat24 · Fassung vom 02.08.2026
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform Kundenchat24 zwischen
(nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden.
1.2 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB kommt nicht zustande.
1.3 Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen in Textform ausdrücklich zu.
2.1 Der Anbieter stellt dem Kunden über das Internet eine Software zur Verfügung, mit der ein KI-gestützter Chatbot auf der Website des Kunden eingebunden werden kann (Software as a Service). Die Software verbleibt auf den Systemen des Anbieters; der Kunde erhält keine Kopie.
2.2 Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif. Maßgeblich sind die Angaben auf der Tarifseite zum Zeitpunkt der Buchung.
2.3 Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und Funktionen ändern, solange der vertraglich geschuldete Zweck erhalten bleibt. Wesentliche Einschränkungen des Funktionsumfangs teilt er mindestens vier Wochen vorher in Textform mit; dem Kunden steht in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt der Änderung zu.
3.1 Mit der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter zustande.
3.2 Die ersten 14 Tage sind kostenfrei. Die Testphase endet automatisch; sie geht nicht selbsttätig in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Ein kostenpflichtiger Tarif beginnt erst, wenn der Kunde ihn ausdrücklich bucht.
3.3 Der Kunde versichert bei der Registrierung, als Unternehmer zu handeln, und macht wahrheitsgemäße Angaben. Der Anbieter darf Zugänge sperren, wenn Angaben offensichtlich unzutreffend sind.
4.1 Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Tarifseite angegebenen Preise. Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG; die angegebenen Preise sind Endpreise, eine Umsatzsteuer wird nicht berechnet und nicht ausgewiesen. Entfällt die Kleinunternehmerregelung, teilt der Anbieter dies mindestens sechs Wochen vorher in Textform mit; ab diesem Zeitpunkt kommt die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu.
4.2 Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig. Bei jährlicher Zahlweise ist der Jahresbetrag zu Beginn des Abrechnungszeitraums fällig.
4.3 Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, darf der Anbieter den Zugang nach einer Mahnung mit einer Frist von zehn Tagen sperren. Die Pflicht zur Zahlung der Vergütung bleibt davon unberührt.
4.4 Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gilt die Änderung als angenommen; auf diese Wirkung weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Bei Widerspruch endet der Vertrag zum Zeitpunkt der geplanten Änderung.
5.1 Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Er kann von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums in Textform gekündigt werden.
5.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde wiederholt gegen Ziffer 6 verstößt.
5.3 Nach Vertragsende werden die Daten des Kunden gemäß der Datenschutzerklärung und dem Auftragsverarbeitungsvertrag gelöscht. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, benötigte Daten vorher zu exportieren oder anzufordern.
6.1 Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet.
6.2 Der Kunde ist für die Inhalte verantwortlich, die er im Dashboard hinterlegt (Produktangaben, Wissensbasis, FAQ, Öffnungszeiten und Ähnliches). Er stellt sicher, dass diese Inhalte richtig sind und keine Rechte Dritter verletzen.
6.3 Der Kunde darf die Plattform nicht nutzen für rechtswidrige Inhalte, für unaufgeforderte Werbung, für die Erhebung besonderer Kategorien personenbezogener Daten im Sinne des Art. 9 DSGVO, für Angebote an Minderjährige ohne die erforderlichen Einwilligungen sowie für automatisierte Massenabfragen, die den Betrieb beeinträchtigen.
6.4 Der Kunde informiert die Besucher seiner Website in seiner eigenen Datenschutzerklärung über den Einsatz des Chatbots und über die Verarbeitung ihrer Daten. Die dafür nötigen Angaben stellt der Anbieter bereit.
6.5 Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung der Pflichten aus dieser Ziffer beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
7.1 Die Antworten des Chatbots werden von einem Sprachmodell erzeugt. Sie können trotz sorgfältiger Konfiguration unvollständig oder unzutreffend sein. Der Anbieter schuldet keine inhaltliche Richtigkeit einzelner Antworten.
7.2 Der Chatbot erteilt keine Rechts-, Steuer- oder Gesundheitsberatung und trifft keine verbindlichen Zusagen im Namen des Kunden. Der Kunde stellt durch entsprechende Konfiguration sicher, dass keine solchen Auskünfte erteilt werden.
7.3 Aussagen des Chatbots gegenüber Website-Besuchern sind Erklärungen des Kunden, nicht des Anbieters. Preisangaben, Termine und Zusagen prüft der Kunde eigenständig.
8.1 Der Anbieter stellt die Plattform mit einer Verfügbarkeit von 95 % im Monatsmittel bereit, gemessen am Zugang zur Anwendung. Eine darüber hinausgehende Verfügbarkeit wird nicht geschuldet. Eine Garantie oder Beschaffenheitszusicherung im Sinne des § 443 BGB ist damit nicht verbunden.
8.2 Nicht als Ausfall gelten: angekündigte Wartungsarbeiten, Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters (insbesondere bei Internetanbietern, Rechenzentren oder den in der Datenschutzerklärung genannten Dienstleistern), die technisch bedingte tägliche Zwangstrennung des Internetanschlusses und die dadurch ausgelösten kurzen Unterbrechungen sowie höhere Gewalt.
8.3 Wartungsarbeiten legt der Anbieter nach Möglichkeit in die Zeit zwischen 22 und 6 Uhr und kündigt sie an, sofern sie länger als 30 Minuten dauern.
9.1 Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht, die Plattform bestimmungsgemäß zu nutzen und den bereitgestellten Einbettungscode auf den eigenen Websites einzusetzen.
9.2 Die vom Kunden eingestellten Inhalte bleiben sein Eigentum. Er räumt dem Anbieter das Recht ein, sie zum Zweck der Vertragserfüllung zu speichern, zu verarbeiten und an das Sprachmodell zu übermitteln.
9.3 Eine Weiterveräußerung des Zugangs an Dritte ist ohne Zustimmung in Textform nicht gestattet.
10.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistig verschwiegenen Mängeln, im Umfang einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
10.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlte Vergütung.
10.3 Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Die Haftung für Datenverlust ist auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
10.4 Die Regelungen dieser Ziffer gelten auch zugunsten der Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
11.1 Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag über die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Der Vertragstext ist unter kundenchat24.de/avv abrufbar; der Kunde stimmt ihm bei der Registrierung zu. Auf Wunsch stellt der Anbieter ihn zusätzlich in Textform zur Verfügung.
11.2 Einzelheiten zur Verarbeitung, zu den eingesetzten Dienstleistern und zu den Speicherfristen stehen in der Datenschutzerklärung.
11.3 Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung auf seiner eigenen Website verantwortlich.
12.1 Der Anbieter darf diese Bedingungen ändern, wenn dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder an Änderungen des Leistungsumfangs erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.
12.2 Änderungen teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Wirkung weist der Anbieter gesondert hin. Bei Widerspruch endet der Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens.
13.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
13.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.
13.3 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform. Das gilt auch für die Aufhebung dieser Klausel.
13.4 Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
13.5 Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
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